7.PräsiCup in Saarbrücken: Ergebnis des Länderpokals umgekehrt – Die Präsis besser als die Profis?

Daumen hoch: Das erfolgreiche Präsi-Zwei-Mann-Team
Daumen hoch: Das erfolgreiche Präsi-Zwei-Mann-Team

Im letzten Jahr noch Mittelmaß, vorher aber schon mal Erster und auch Letzter, nun Vize: der PV Ost erweist sich als d a s Fahrstuhlteam des PräsiCups. Getoppt wurden die Ossi-Präsis diesmal nur von Team Berlin, damit ergab sich kurioserweise eine genau umgekehrte Tabellensituation in der Gegenüberstellung zum jüngst ausgetragenen Länderpokal. Natürlich kann es sich hierbei nur um einen „Spaß-Vergleich“ handeln, da der PräsiCup-Supermêlée-Modus mit seinen „wilden“ Zulosungen den Zufällen Tür und Tor öffnet. Nichtsdestotrotz gelang es den beiden PV Ost-Vertretern, Präsident Heiko Kastner und Pressewart Detlef Schwede, in den ersten drei Runden durch überzeugende Legleistungen zu brillieren, sodass ein Maximum von sechs Siegen eingefahren werden konnte.

Detlef, der in einer der Begegnungen gefragt worden war, ob er auf den Turnierplätzen „Schwede“ gerufen wird (auf der Teilnehmerliste waren lediglich die Nachnamen vermerkt!) und darauf hingewiesen hatte, dass er in Boulekreisen als „der Kranich“ bekannt ist, überlegte gar schon, ob eine Umtaufung in „der Kannibale“ nicht vielleicht angemessen sei…

Aber dann kam es anders, in der vierten Begegnung hatte jemand noch weniger Bock aufs Schießen als er, und er musste den Part des Milieuspielers übernehmen. Es gelangen ihm zwar zwei erfolgreiche Schüsse (und damit eine Trefferquote von 100%!), insgesamt war die Konstellation aber wenig erfolgsträchtig…

In der letzten Runde rechnete er sich dann wieder verstärkte Siegchancen aus, da ihm mit DPV-Präsident Peter Blumenröther ein starker Schießer zugeteilt worden war, der bis dato alle vier Begegnungen gewonnen hatte. Unglücklicherweise war jedoch das Abendessen in den Zeitraum zwischen vierter und fünfter Runde gelegt worden und Peter nach eigenem Bekunden ins „Fresskoma“ gefallen, woraufhin ihm die Schussgenauigkeit abhanden gekommen war.

Detlef ließ sich nicht entmutigen und legte, was das Zeug hielt, wurde am Ende aber eindeutig zu selbstbewusst: Als die erste Gegnerkugel knapp hinter der Sau gelandet war, erdreistete er sich, das Schussvorhaben seiner Mitspieler zu untergraben, da er sich übermütigerweise zutraute, besser zu legen… Der Schuss ging freilich nach hinten los, seine Kugeln wurden verlegt und am Ende ein „tödlicher“ Viererpack kassiert.

Etwas besser erging es Heiko, der wenigstens noch eine Begegnung siegreich gestalten konnte. Am totalen Triumph hinderte ihn aber ausgerechnet ein Ex-Weggefährte: der an seine Seite geloste Amtsvorgänger Hartmut Lohß bot eine unterirdische Schießleistung, sodass Heiko selbst den Tireurpart übernehmen musste. Seiner Legkonstanz beraubt konnte das Team nun nur noch unterliegen…

In der Einzelwertung gelangte Heiko damit auf Platz 2, ebenso wie Team PV Ost, dessen 7 Siege nur von Berlin und NRW egalisiert werden konnten. Zum absoluten Triumph fehlten dann leider vier Nettopunkte…

Nach dem Motto „Erst das Vergnügen, dann die Arbeit!“ fand am nächsten Tag noch ein DPV-Verbandstag statt. Dieser ging – auch begründet durch das Verhindert-Sein einiger maßgeblicher Funktionäre – relativ zügig vonstatten. Der Paukenschlag dieser Veranstaltung war die Ankündigung Peter Blumenröthers, im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Es bleibt nun ein Jahr Zeit, einen geeigneten Nachfolgekandidaten zu finden.

Auch im Gespräch war eine eventuelle Einführung einer neuen DM-Modalität „Tireusen“. Hierzu wurde in einer Arbeitsgruppe der Vorschlag unterbreitet, sämtliche Technik-Disziplinen (wie auch einen zusätzlich noch zu schaffenden Legewettbewerb) auf einen Hallentermin im Winter zu legen und somit die Tête-à-tête-Meisterschaft des Sommers zu „entschlacken“. Diskussionsbeiträge zu dieser Idee sind jederzeit willkommen!

Heiko bei einem seiner erfolgreichen Legwürfe
Heiko bei einem seiner erfolgreichen Legwürfe
Was führt Hartmut da im Schilde?
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Versöhnliche Miene zum verlorenen Spiel: Heiko beim Abklatschen mit Hartmut
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Mit einem Bein fast schon im Grab, mit dem andern noch auf dem Bouleplatz... eine Anregung auch für unsere Turnierkalender?
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