12. Nikolaus-Turnier Dresden: Micha, Hannes und Ludwig gelingt der Turnaround!

Am Ende souverän: Ludwig, Micha und Hannes

2006 wurde in unseren Landen die Tradition des Nikolausturniers im Zuge der Einweihung der Dresdner Boulehalle wiederbelebt und ist seitdem nicht mehr aus unserem Eventzirkus wegzudenken. Nach etwas holprigem Beginn mit damals 14 teilnehmenden Triplettes konnte sich die Veranstaltung mehr und mehr etablieren und animierte Pétanquespieler und -spielerinnen nicht nur aus unseren Breiten, die winterliche Lethargie zu durchbrechen und auch in dieser bouleuntypischen Jahreszeit dem Cochonnet so nachzujagen, als wäre es Sommer.

Die älteren Leser werden sich noch erinnern: Auch in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts fand auf dem Gebiet des heutigen PV Ost ein allseits anerkanntes Nikolausturnier statt, zu dem Teilnehmer aus nah und fern anreisten, um diese fast schon einzige Spielmöglichkeit des Winters zu nutzen. Sie kamen etwa aus Berlin oder Nürnberg und trafen sich auf halbem Wege im sächsischen Zwickau, wo die Trainingshalle des dortigen Fußballvereins ideale Bedingungen bot.

Inzwischen sind auch unsere tschechischen Freunde hinzugekommen, sodass ein Teilnehmerfeld von 24 Triplettes heute Standard ist. Bei der zwölften Ausgabe der Neuauflage des Turniers waren immerhin zehn von ihnen am Start, wobei zwei Teams mit je einem Dresdner aufgefüllt wurden. Zu den weiteren illustren Gästen zählten alte Freunde aus Hof und Nürnberg, u.a. Lore und Tita Vecile, sowie Albin Raux und Sigi Ress.

Letztere hatten jedoch Schwierigkeiten mit dem unberechenbaren Boden und konnten sich lediglich für das B-Turnier qualifizieren, welches sie dann freilich unangefochten gewannen. Die einheimischen Spieler, die hier regelmäßig trainieren, hatten hier zweifellos Vorteile. Am Ende qualifizierten sich für das A-Finale dennoch ausschließlich Auswärtige: die Hallenser Formation Ludwig Möke, Michael Kitsche und Hannes Blechinger, wobei erstere zwei als Titelverteidiger zeichneten, sowie die Tschechen Ondřej Preuss (POP Praha), Tomáš Klír (Petank Club Praha), zusammen mit der Top 6 des tschechischen Verbands František Kaplánek (HRODE Krumsín).

Es entwickelt sich ein intensives, von den Tschechen zu Beginn dominiertes Spiel, welches zehn Aufnahmen benötigt, um ganze 13 Punkte in den Scoresheets zu verzeichnen. Nichtsdestotrotz scheint die Entscheidung bereits nähergerückt zu sein, oder wie wollen die PV Ost-Spieler diesen frustrierenden 3:10-Rückstand in der nun eisig gewordenen Halle noch aufholen?

Dann aber beginnen die Tschechen etwas zu schwächeln, ihr Teamkapitän Ondřej verlegt zweimal, erst ein erfolgreicher Schuss von František sorgt vorübergehend für Entspannung. Doch Ludwig gibt weiter Gas, seine zweite Kugel landet 20 cm vor der Sau. Nun ein vielleicht fataler Fehler: František („Fana“) trifft wieder, aber leider diesmal die falsche Kugel! Milieu Tomáš, auch „Vojta“ genannt, kann nichts retten, seine Kugeln bleiben erst über einen Meter kurz, dann zwei Meter lang. Diese für die Tschechen unglückliche Situation nutzen die Hallenser nun gnadenlos aus, es gelingt ihnen ein 5-Punkte-Pack, und der Spielstand sieht nun mit 8:10 erheblich freundlicher aus.

Und von diesem Dolchstoß erholen sich die Tschechen nicht mehr, auch die nächste Aufnahme missrät ihnen völlig. Ausschlaggebend hierfür bereits die erste Kugel von Ludwig, welche er an die Sau legt, und an der die Gegner sich zunächst die Zähne ausbeißen. Als diese mit der vierten Kugel endlich den Punkt machen, verlegt Ludwig zwar, aber nun springt Hannes in die Bresche, seine Kugel nähert sich der Sau bis auf 35 cm und übertrifft damit die gegnerische um 3. Die folgenden Tschechenkugeln kommen zu lang und zu kurz, beide auf etwa 40 cm Entfernung zum Ziel. Souverän können nun Hannes (seine letzte) und Micha (seine beiden) ihre Kugeln an die eigene anlegen, und es steht 12:10.

Das war der Turnaround, und es gelingt kein weiterer, denn erst mit ihrer vierten Kugel gelingt den Tschechen der Punkt. Micha kann sich nun sogar einen Fehlschuss erlauben! Mit dem zweiten Versuch bügelt er diesen problemlos aus, und Vojta gelingt mit seinen Legwürfen keine Verbesserung. Das war’s!

In Dresden beliebt: Boulespielen im Winter
Boule synchron!
Beim Abwurf: Fethi (am Ende Dritter!)
Teambesprechung mit Stefan Lauche
Teambesprechung der späteren Sieger
Kurzes Päuschen vor dem entscheidenden Stoß
Nun wieder voll konzentriert: Michael Kitsche
Hannes beim Abwurf, dahinter die Dresdner Jugend
Zweite im B: Lothar Müller, Tiddel Häusler, Fred Fuchs (DD)
Vater und Sohn: Heiko und Fabio Trampler werden Dritte im B…
…zusammen mit Alexander Breck (Nabouleon).
Sieger im B: Albin Raux, Sigi Ress, Tita Vecile
3. im A: Stefan Lauche, Tom Tschintscharadse, Fethi Aouissi
Vizes aus CZ: Vojta, Fana und Ondřej

 

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