7. Frühlingsturnier Chemnitz: Siegformel: 2x Franken + 1x Tiddel!

Sieg auf dem Schloßberg: Josef, Roman und Tiddel

Wie schon 2017 zeigte sich der Wettergott von seiner für diese Jahreszeit angenehmsten Seite und sorgte für durchgehenden Sonnenschein, sodass sogar die ersten Sonnencremetuben des Jahres geöffnet werden mussten. Dieses außergewöhnliche meteorologische Wohlwollen wirkte sich seltsamerweise aber diesmal leider nicht positiv auf die Teilnehmerzahl aus: nur 19 Triplettes verirrten sich auf den Schloßberg – das waren im letzten Jahr noch 28 und beim Rekordevent 2014 sogar 34!

57 Boulisten beim Frühlingsturnier – das scheint nur auf den ersten Blick eine angemessene Zahl zu sein. Ins Auge fällt die negative Tendenz, die auf eine gewisse Boule-Unlust oder gar Müdigkeit in PV Ost-Kreisen schließen lässt. Sollte der Freiluft-Saisonauftakt, noch dazu bei idealstem Wetter, nicht eher alle Schleusen öffnen und die Spieler und Spielerinnen aus unserer Region in Scharen anlocken, um ihren Lieblingssport unter Wettkampfbedingungen auszuüben?

Es fällt auf, dass von den in der aktuellen PV Ost-Rangliste Höchstplatzierten nur die ersten zwei in Chemnitz anwesend waren, sowie der Fünfte, nämlich Jens Riedel, Fethi Aouissi und Andreas Endler. Die Plätze 3 und 4, sowie 6 bis 13 glänzten komplett durch Abwesenheit, erst dann tauchen der Neu-Chemnitzer Tangi Andro (14.) und der Jenaer Peter Adrian (15.) als Nächstplatzierte auf. Dabei stellt das Chemnitzer Terrain durch seine hohen technischen Ansprüche für alle Pétanque-Spieler eine harte Herausforderung dar und mithin eine Gelegenheit, die gerade von unseren Spitzenspielern für eine Leistungsüberprüfung genutzt werden sollte.

So konnten zwei Gäste aus dem fränkischen Wunsiedel, die aber für den tschechischen Verein PC Egrensis Cheb antreten, in Chemnitz infolge mangelnder Konkurrenz problemlos die Siegestrophäen abräumen: Roman Krassa und Josef Kuchler. Verbündet hatten die beiden sich mit dem Dresdner Matthias Häusler, besser unter der Bezeichnung „Tiddel“ bekannt. Der wird in der Rangliste auf Platz 36 geführt und konnte nun endlich einen großen Turniererfolg verbuchen.

Erleichtert wurde ihnen der Sieg natürlich auch durch das „Underperformen“ verschiedener als Favoriten gehandelter Teams. Fethi etwa fiel mit seinen Chemnitzer Mitspielern Fabian Böttcher und Marcel Neumann gleich zu Beginn kräftig auf den Bauch, als ihnen durch die „Killjoy“-Kombination Matthias Saddey, Jörg Weinhold und Detlef Schwede der Spaß gründlich verdorben wurde (7:13). Nach einem Freilos in der zweiten Runde konnten sie sich dann nur noch für das B-Turnier qualifizieren, wo sie dann auch „nur“ auf Platz 2 landeten.

Noch erstaunlicher war das Abschneiden der sieggewohnten Andreas Endler (Dresden), Peter Adrian und Lali Lali (beide Jena). Sie unterlagen in der Auftaktrunde dem Team um Ranglistenprimus Jens Riedel glatt mit 3:13, was man ja noch irgendwie nachvollziehen konnte. Etwas unverständlicher war dann die Niederlage gegen die Chemnitzer Martina Franke, Hubert Wege und Peter Günther, die aber durch die guten Terrainkenntnisse der CPC-Spieler und die überragende Legeform von Martina erklärt werden kann. Zu allem Unglück aber kam dann auch noch ein Freilos hinzu, welches das Buchholzpunkte-Konto nicht gerade anschwellen ließ. So konnte man sich – neben zwei anderen Teams – gerade noch für das C-Turnier qualifizieren, und hier gelangen endlich die heißersehnten Siege, wobei der erste mit 13:11 auch noch ziemlich zusammengestottert war.

Somit blieb von den Favoriten nur noch Jens Riedel übrig, der sich aber mit zwei Leipziger Vereinskameraden zusammengeschlossen hatte, die entweder in der Rangliste weit abgerutscht sind (Veteran Thomas Voigt) oder aber, in der Gestalt des Boulenovizen Ronald Gallo, nicht einmal dort auftauchen. So waren natürlich nicht viele Blumentöpfe zu gewinnen, auch wenn nach fünf mehr oder weniger überzeugenden Siegen immerhin das A-Finale erreicht werden konnte.

Dort allerdings wurde das Team eindrucksvoll mit 13:2 bezwungen. Das lag zum einen daran, dass Jens in Josef einen ebenbürtigen Tireur-Rivalen gefunden hatte, zum anderen an den überlegenen Legleistungen von Tiddel und Roman gegenüber Thomas und Ronald. Sie verfügten auf dem harten, leicht uneben Gefilde über das bessere Stahlball-Gefühl.

Einen positiven Aspekt stellt sicher noch die Teilnahme einiger Jugend- und Jüngstspieler dar: Atalie, Caro, Talena und Theo aus Dresden. Sie müssen zwar noch viel lernen, aber wo können sie das besser als auf dem Chemnitzer Terrain?

 

A-Turnier:

Finale: Roman Krassa / Josef Kuchler / Matthias „Tiddel“ Häusler (PC Egrensis – Cheb/PC Egrensis – Cheb/Dresden) – Ronald Gallo / Jens Riedel / Thomas Voigt (Leipzig): 13:2

Spiel um Platz 3: Petra Frei / Susann Hesselbarth / Jörg Jacob (Leipzig) – Alexander Breck / Christian Schache / Bastian Wienrich (Reichenbach/Jena/Horken-Kittlitz): 13:12

Halbfinals: Roman / Josef / Tiddel –  Alexander / Christian / Bastian: 13:8

Ronald / Jens / Thomas – Petra / Susann /Jörg: 13:8

Viertelfinals: Roman / Josef / Tiddel – Inka Brückner / Mario Bach / Oliver Baer  (Chemnitz/Chemnitz/Dresden): 13:2

Ronald / Jens / Thomas – Rita Böttcher / Roberto Weske / Gert „Karo“ Schwarz (Chemnitz): 13:7

Petra / Susann / Jörg – Jörg Kriebel / Peter Holst / Michelle Riedel (Dresden/Dresden/Leipzig): 13:7

Alexander / Christian / Bastian – Sabine Friedel / Lothar Müller / Theo Debitz (Dresden): 13:4

B-Turnier:

Finale: Antje Müller / Milena Emich / Veikko Dähne (Chemnitz/Halle/Halle) – Fethi Aouissi / Fabian Böttcher / Marcel Neumann (Dresden/Chemnitz/Chemnitz): 13:10

Spiel um Platz 3: Matthias Saddey / Jörg Weinhold / Detlef Schwede (Kahla/Chemnitz/Chemnitz) – Sandra Hochmuth / Tangi Andro / Rene Braun (Chemnitz): 13:6

C-Turnier:

Sieger: Peter Adrian / Lali Lali / Andreas Endler (Jena/Jena/Dresden): Zwei Siege im Rundenturnier

Die Finalisten aus Leipzig: Thomas, Ronald und Thomas
Leipzig auch auf Platz 3: Susann, Jörg und Petra
Einer der „veteransten“ Spieler auf dem Schloßberg: Thomas Voigt
Selbst Statuen begeistern sich…
…in Chemnitz für den Boulesport!

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