
Während der PV Ost im Jugendbereich in den letzten Jahren weitgehend vergeblich nach einer erfolgversprechenden Goldader schürfte und sogar von einer Verknappung der Ressourcen ausgehen muss, tummeln sich bei den Veteranen inzwischen die Talente, und es stoßen immer wieder neue Spieler und Spielerinnen der jüngeren Semester hinzu. So groß war diesmal die Nachfrage, dass einige der Länderpokal-Interessenten diesmal auf eine Reise nach Saarbrücken verzichten und enttäuscht zu Hause bleiben mussten.
Die drei Teams wurden also gehörig durchgewürfelt und mit neuen Namen bestückt. Bei den 55+-Frauen war Jule Fahrenkrog-Petersen als Einzige schon bei der letzten Ausgabe dabei, während Dessislava Vardijeva-Eckardt, Ulrike Theumer und Antje Müller neu hinzustießen. Im 55+-Team gab es mit den Chemnitzern Dieter Büttner und Christoph Nolden immerhin zwei Verbliebene, die durch den Schönebecker Gerald Theumer sowie „Jungspund“ Gundolf Henschel aus Halle ergänzt wurden, Letzterer in seiner ersten Teilnahme an einem 55+-Wettbewerb.
In der Besetzung des Teams 65+ war hingegen nur Ngo Tran im Vergleich zum letzten Jahr übrig geblieben, allerdings waren zwei weitere Bestandteile dennoch schon länderpokalerfahren: Petra Frei bei den Frauen und Knut Fischer bei den 55+-Männern. Als einziger echter Neuling hinzu kam Dirk Schäfer aus Schönebeck.
Wie gewohnt wurden die drei Teams umsichtig geleitet durch unseren Verbandspräsidenten Heiko Kastner.
Und wie ebenfalls aus vergangenen Länderpokal-Editionen gewohnt, begab sich der PV Ost in die unteren Geschosse des DPV-Gebäudes, um dort seinen eigenen besonderen Kampf auszufechten: den um bzw. gegen die goldene Ananas.
Die Rivalen hierbei waren – auch das ist nichts Neues – vornehmlich die Teams aus Berlin und Nord.
Es bleibt aber festhalten, dass der PV Ost auch gegen andere Verbände durchaus seinen Stempel aufdrücken konnte – wenn auch nur mit einzelnen Nadelstichen. So gewann etwa 55+ in Runde 1 gegen Rheinland-Pfalz, während die anderen Teams unterlagen, knapp mit 12:13 die einen (65+), hoffnungslos mit 0:13 die anderen (Damen).
In Runde 2 – gegen NRW – schlugen sich die Damen dann jedoch am achtbarsten (10:13), während die anderen klar zu 3 und zu verloren. Das Trauerspiel des 65+-Teams könnt ihr auf YouTube verfolgen:
Wer nicht möchte, für den hier in einem Satz die Zusammenfassung: Nach 0:4-Rückstand kam durch einen Viererpack kurz Hoffnung auf, aber dann konterte NRW humorlos durch eigene „Packs“: 5 und 4.
Gegen das Saarland lief dann wieder 55+ zu großer Form auf und behielt in einem Krimi-Finale mit dem knappstmöglichen Ergebnis die Oberhand, während 65+ diesmal die Fanny kassierte (kein Wunder: es war Rosario Italia am Start!) und die Frauen diesmal 4 Punkte machten.
Gegen NiSa gab es dann wieder drei Niederlagen, hier war diesmal 65+ am ergebnismäßig günstigsten am Werk, mit immerhin 6 erzielten Punkten.
Aber die entscheidenden Gegner in der „eigenen Liga“ sollten ja erst noch kommen…
Und tatsächlich: Der Strohhalm heißt Berlin! Zwar erwiesen sich deren Frauen als zu stark, aber die Männer landen Siege: 13:9 und 13:8. Die goldene Ananas ist erstmal in weite Ferne gerückt!
Doch Berlin beißt dann zurück und gewinnt in Runde 7 überraschend gegen die favorisierten Hessen. Zuvor hatten unsere Teams gegen selbiges Land nur einen Achtungserfolg gesetzt, für den diesmal die Damen krimimäßig sorgten: 13:12. Bei den 65+ern ging das Krimi-Ende hingegen nach hinten los: 12:13. 55+ konnte hingegen diesmal keine Spannung hinzufügen und kassierte nun auch mal eine Fanny. Vielleicht aus Solidarität mit den anderen Teams?
Nun war Berlin also wieder vorbeigezogen, und die Ananasbedrohung wurde nach klaren Niederlagen aller drei Teams gegen Bayern wieder stärker. Aber immerhin war diesmal keine Fanny dabei…
Nur noch zwei Runden verblieben, um das drohende Unheil abzuwenden. Und gegen BaWü fand 55+ wieder zu alter Form zurück und setzte den nächsten Nadelstich, und das ganz souverän mit 13:6! Nun müsste noch eins der anderen Teams gewinnen, zum Beispiel die Damen. Und diese gehen auch glatt mit 8:0 in Führung und träumen schon vom Sieg…
Pustekuchen! BaWü holt stetig auf, und schon steht es 11:11. Dann kann ein Carreau auf eine zwingende erste Kugel leider nicht entsorgt werden, und die Partie wird doch noch abgegeben. Das war’s hier mit den Nadelstichen, denn 65+ hat zuvor schon die nächste Fanny kassiert…
Also kommt es gegen Nord zum Showdown um die Ananas. Nord hatte zuvor als einziges Team immerhin NRW geschlagen, musste also ernstgenommen werden. Aber unsere Damen laufen zu großer Form auf und siegen zu eins! 55+ hingegen schwächelt diesmal: 7:13. Das Match der 65+ muss also den Ausschlag geben. Können sie die zuvor erlittenen Fannys aus den Gelenken schütteln?
Die Antwort ist ja – aber bis zur letzten Aufnahme muss PV Ost zittern! Das knappste aller Ergebnisse beschert Team Nord die Ananas! Diese Früchte sind zwar reich an Vitamin C und verdauungsfördernd – aber der PV Ost verzichtet in diesem Fall gerne auf gesundes Essen!
Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich der PV Ost also um einen Platz gesteigert – wenn man das Gesamtergebnis zugrunde legt. In den Einzelwertungen fällt auf, dass 55+ den sechsten Platz gehalten hat, während 65+ von 6 auf 9 abrutschte. Die Damen landen auch diesmal wieder auf 10, dem Platz mit der Ananas…




Hallo Detlef, ein amüsanter Bericht, danke dafür!
Und ich möchte hinzufügen: Alle Affen Afrikas aßen am Abend Ananas! 😉
Haha! Wusste ich noch gar nicht…