Mölkky, finnisch für „holperig“, ist ein im Freien gespieltes Geschicklichkeitsspiel, bei dem mit einem Wurfholz, dem „Mölkky“, auf zwölf hochkant stehende Spielhölzer geworfen wird, die mit den Zahlen von 1 bis 12 versehen sind. Das Ziel des Spiels ist es, exakt fünfzig Punkte zu erreichen.
Was, um Himmels willen, hat dieses Spiel nun aber mit Boule zu tun? Und warum muss ausgerechnet auf unseren Seiten ein Bericht über diese auf den ersten Blick merkwürdige Freizeitaktivität erscheinen?
Die Antwort ist einfach: Seit 2008 gibt es eine offene deutsche Mölkky-Meisterschaft, und in diesem Jahr wurde diese zum ersten Mal in Chemnitz ausgerichtet, organisiert vom 1. Chemnitzer PC, in Zusammenarbeit mit dem anderen Chemnitzer Boule-Verein Blau-Weiß.
Und so unähnlich ist die neue Sportart unserem Pétanque beileibe nicht. Auch hier kommt es auf Wurfgeschick und taktische Planung an, letztere vielleicht sogar noch intensiver, weil man ständig die Punkte zusammenrechnen und aufgrund des Spielstands seinen nächsten Wurf oder eine Kombination von Würfen konzipieren muss.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen aus den verschiedensten Ländern, neben Deutschland natürlich aus dem Mölkky-Mutterland Finnland, aber auch aus Tschechien, der Slowakei, Österreich und weiteren. Sogar Franzosen aus Metz wurden auf dem VfL-Sportplatz gesichtet. Sollte hier eine Gefahr bzw. sogar eine Ablösung für unseren bisherigen Lieblingssport auf uns zukommen?


