Bamboule am Saaleufer: PV Ost-Vertreter Berlinern ebenbürtig!

Das renommierte Hallenser Turnier bot auch in diesem Jahr im wesentlichen ein interessantes Kräftemessen zwischen Personal aus unserem Verband und Vertretern aus der Bundeshauptstadt Berlin. Während im vergangenen Jahr die Berliner jedoch in den entscheidenden Finalrunden die Oberhand behalten hatten, konnte der PV Ost diesmal Boden gut machen und sogar eines der beiden Turniere gewinnen.

Im Triplette am Sonntag setzten sich die Dresdner Mandy Zettler, Stefan Lauche und Richard Wendt im Finale gegen die Vorjahressieger aus Berlin Zehlendorf durch. Im Viertelfinale des A-Turniers stellte unser Verband mit Kombinationen aus Halle (2x), Chemnitz sowie den Siegern und einer weiteren aus Dresden gegenüber nur drei Triplettes aus Berlin das stärkste Kontingent.

Auch im mit 48 Teams zahlenmäßig wiederum stark besetzten Doublette-Event vom Samstag schnitten Spieler und Spielerinnen des PV Ost überraschend gut ab. Andrej Kriwoscheew und Christian (“The Schack“) Schache erreichten das Finale und mussten sich erst hier spielstarken Berlin-Reinickendorfern (Kader und Ali Tahar-Mansour) beugen. Sensationell zudem der vierte Platz der Erfurter Bruno und Rainer Wilk.

Während dieser ansonsten rundum gelungenen Veranstaltung wurde Kritik nur bezüglich der gewählten Spielmodi laut. Beim Doublette wurde bereits nach einer einzigen Partie die Zugehörigkeit zu entweder A oder B bzw. C oder D-Turnieren festgelegt. So geschah es, dass unsere Favoriten Jens Riedel (Leipzig) und Bastian Wienrich (Jena) nach einer Niederlage gegen die ebenfalls hoch einzuschätzenden Laurent Brizard (Berlin) und Peter Adrian (Jena) im C-Turnier anzutreten hatten, was sie dann freilich anschließend unangefochten gewannen. Dieses sogenannte “A-C-B-D-System“ wird vorzugsweise bei Turnieren mit hoher Teilnehmerzahl angewandt und hat den Nachteil, dass im Extremfall ein Team nach drei verlorenen Spielen bereits nach Hause fahren muss. Zu diskutieren bleibt, ob bei 48 Teilnehmern das in den letzten Jahren in unserem Bereich vielgespielte Maastrichter System nicht auf größere Gegenliebe gestoßen wäre.

Am Sonntag entschieden die Organisatoren sich dann für das vielgeschmähte Poule-System, also Vorrundengruppen mit Entscheidungsbarrage und anschließender Cadrage, um eine für die K.-O.-Runde passende Teamanzahl zu erhalten. Um unnötige Längen zu vermeiden, verkürzte man die Gruppenspiele, indem man hier nur bis zum Erreichen von elf Punkten spielte, nichtsdestotrotz traten für manches Team die in diesem Modus üblichen langen Wartephasen auf. Immerhin sorgten eine schwungvolle Musikbegleitung und ein gleichzeitig ausgetragener Stadtlauf, dessen Parcours quer durch das Spielgelände verlief, für Kurzweil. Und wem das noch nicht genügte, der konnte sich an den zahlreich kredenzten kulinarischen Spezialitäten laben oder schlichtweg die imposante Flusskulisse genießen.

 

Die wesentlichen Ergebnisse:

Samstag Doublette (48 Teams)

A-Turnier
1. Kader und Ali Tahar-Mansour (BFR)
2.
Schack und Andrej Kriwoschev (Nebenbouler Jena)
3. Honore und Christa Balie (Les Petangueules)
4.
Bruno und Rainer Wilk (EF)

B-Turnier
1. Jean Mores und Bruno Gibard (Z88)
2. Andreas Runck und Dieter Büttner (LaBR)

C-Turnier
1. Jens Riedel und Basta Wienrich (Leipzig/Jena)
2. Andreas Endler und Vincent Drews (LaBR)

D-Turnier
1. Hannes Blechinger und Ludwig … (Bamboule Halle)
2. Birgit und Frennzy Besser (Bamboule Halle)

Sonntag Triplette (30 Teams)

A-Turnier
1.
Mandy Zettler, Stefan Lauche und Richard Wendt (LaBR)
2. Jean Mores, Bruno Gibard und Emilio Abraldes (Z88)
3. Andreas Runze, Stefan Böhm und Thomas Reiter (Berlin)
4. Andreas Endler, Vincent Drews und Laura Schneider (LaBR)
5. Lois Nou, Franz Ziethen und Kim Mores (Z88)
5. Gert Schwarz, David Möller und Marcel Neumann (1.CPC)
5. Thomas Hoffmann, Abdel Chelfi und Christian Puttkammer (Bamboule Halle)
5. Regina Winniewsli, Brigit und Frennzy Besser (Bamboule Halle)

B-Turnier
1. Antje Müller, Frank Haase und Matthias Saddei (Chemnitz, Kahla, Leipzig)
2. Oliver Bär, Ruth Skala und Günther Berg (Dresden, Kahla, Jena)
3. Andreas Amelang, Nicole und Theo Müller (Halle)
3. Albert Wendt, Werner Krupka, Lutz Pescht (Dresden, Essen, Berlin)

Ein Kommentar zu “Bamboule am Saaleufer: PV Ost-Vertreter Berlinern ebenbürtig!

  1. Wir entscheiden beim Bamboule den Spielmodi immer nach Zahl der gemeldeten Mannschaften. Als Faustformel kann gelten: bis 32 Poule AB, darüber Poule ACBD. Das hat mit der Zeit bis zum Sonnenuntergang zu tun und den bis dahin schaffbaren Runden. Poule AB bei bis 32 Mannschaften sind 7 Spiele (3 Poulespiele, Achtel, Viertel, Halb, Finale). Bei mehr als 32 ist es ein Spiel mehr. Das wäre zu viel, auch am Samstag, weil ein Spiel dann komplett im Dunklen wäre. Dazu reicht unser schönes Licht nicht. Maastrichter System halte ich wegen der langen Wegzeiten bei uns für schwer zu realisieren, da alle Bahnen hintereinander liegen. Manchmal muss man sich der Dignität des Faktischen einfach beugen.