LM Tête in Schönebeck: Die Top-Gesetzten erfüllen die Erwartungen

LM-Sieger und DM-Fahrer: Stefan Lauche

Für die LM Tête fand sich ja lange kein Ausrichter – ein weiterer Hinweis für das Abrutschen in der Beliebheitsskala dieser eigentlich attraktiven Modalität in unserem Verband. Schließlich „erbarmte“ sich Schönebeck, deren Engagement wurde aber gleich wieder in Frage gestellt, mit dem Argument, dieser Austragungsort sei verkehrstechnisch schwer zu erreichen. Wie dem auch sei – es blieb dabei, und es nahmen dann auch immerhin 15 Spezialist(inn)en die – für einige recht weite – Anreise in Kauf und gesellten sich zu den fünf angemeldeten Einheimischen. Trotzdem – vergleichen mit den 37 Teilnehmer(inn)en vom Vorjahr in Leipzig war das natürlich ein weiterer Rückschritt.

Anwesend war aber weitgehend die Crème de la Crème unseres Pétanquesports, das heißt die meisten der Spieler, die unseren Verband in den vergangenen Jahren bei den DMs vertreten haben.

An eins gesetzt war der Dresdner Stefan Lauche. Er nahm bereits vor fünfzehn Jahren an einer deutschen Tête-Meisterschaft teil, verlor aber damals in Rastatt seine beiden Auftaktspiele. Wesentlich erfolgreicher war er dann 2014 in Furth im Wald, wo er das 1/16-Finale erreichte, und auch sein Abschneiden 2018 in Tromm kann sich sehen lassen – hier überstand er die Vorrunde.

Auch Hannes Blechinger (Stahlball), in Schönebeck an zwei gesetzt, erreichte bei einer DM schon einmal das 1/32-Finale, und zwar 2022 in Fürth. Und auch der an drei gesetzte Patrick Lehmann hat schon DM-Meriten aufzuweisen: 2012 in St.Wendel drang er – damals noch fast ein Kind – ebenfalls bis ins 1/16 Finale vor.

Erfahrene DM-Spieler sind auch Dieter Büttner (Chemnitz) und Karl Blütchen (Stahlball). Dieter überstand dreimal die Poule-Runden, zuletzt im Vorjahr in Ensdorf. Und Karl war auch schon dreimal dabei, sein größter Erfolg war das 1/32-Finale 2018 in Tromm.

Diese geballte Spielstärke kam auch 2026 in Schönebeck zum Tragen. Weitgehend – denn es gab auch einen Ausscheider: Dieter ließ sich gleich in der ersten Runde vom Local Player Gösta den Zahn ziehen – und kam auch anschließend nicht in den gewohnten Flow: 5:13 gegen die Bamboule-Legende Michael Lorenz, besser bekannt als „DXN“.

Damit war einer der getippten DM-Fahrer bereits aus dem Rennen. Ein anderer, nämlich Patrick, hatte von vornherein auf eine Quali verzichtet, erreichte dann aber standesgemäß Platz 3 in der Endabrechnung.

Der Showdown in der fünften Runde fand dann tatsächlich zwischen den Top-Gesetzten statt. Hannes und Stefan hatten jeweils ihre vier Auftaktspiele gewonnen, wobei Hannes freilich in der ersten Runde bis ans Limit gehen musste: 13:10 gegen eine lange resistente Manuela Schneider (Chemnitz). Und auch für Stefan wurde es zweimal knapp: Gegen Nachwuchshoffnung Nick Zimmerle reichte es in Runde 2 gerade so (13:12), und auch Patrick leistete ihm in Runde 4 erbitterten Widerstand (13:11).

Hannes legte los wie die Feuerwehr, aber Stefan kam zurück und konnte sich am Ende mit 13:10 durchsetzen. Spannend wurde es auch zwischen Karl und Tom John (Weimar), wo der Letztere nach 69 Minuten äußerst knapp mit 13:12 die Oberhand behielt. Hier ging es auch noch um die DM-Teilnahme, doch am Ende freuten sich beide, denn in Beelen (NRW) vertreten den PV Ost folgende Spieler:

– Ost 1: Stefan Lauche

– Ost 2: Hannes Blechinger

– Ost 3: Tom John

– Ost 4: Karl Blütchen

Nachrücker ist Ngo Tran (Bamboule Halle)

Außerdem wird Stefan Lauche wie schon gemeldet unseren Verband bei der Tireur-DM am gleichen Ort repräsentieren.

Sämtliche Ergebnisse und auch die Abschlusstabelle finden sich wie gewohnt an diesem Ort:

pv-ost.ost.pétanque.org/index.php#dialog_selectTurnier

Platz 3 für Patrick Lehmann
Platz 2: Hannes Blechinger
Die besten drei!

 

 

 

 

 

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