27. Stadtmeisterschaft Chemnitz: Hochklassiges Boule auf holprigem Boden

Die siegreichen Stahlballer: Devin und Valo

23 Doublettes gegenüber 22 im Vorjahr – man könnte meinen die Chemnitzer Open stagnieren auf mittelprächtigem Niveau. Aber dennoch ließ sich ein gewichtiger Unterschied erkennen: Waren 2024 überwiegend ältere Semester am Start, dominierte diesmal eher die Jugend, bestückt hauptsächlich durch eine nachrückende Front von Stahlballern, mit Namen, die man bisher in unserem Turnierzirkus noch nicht so gut kannte.

Probleme bereitete wiederum der zu bespielende Boden, eine Fläche, auf denen die Fußballer des VfL Chemnitz hin und wieder trainieren und demzufolge prägnant ihre Stollenabdrücke hinterlassen, die sich insbesondere bei trockenem Wetter riguros bemerkbar machen. Vereinsmitglieder des 1.CPC versuchten in der Vergangenheit zwar häufiger, das Terrain durch mühevolles Beharken von diesen Spuren zu befreien – so ganz gelungen waren diese Aktionen jedoch nicht, der Boden blieb holprig.

Somit gab es Unmut unter einigen Teilnehmenden, da eine “angenehmene“ Bespielung vermieden wurde. Stattdessen war genauestes Lesen des Bodens angesagt – eine Übung, die erfahrene und technisch beschlagene Pétanquisten allerdings nicht vor übergroße Probleme stellen sollte. So war es schon vor zwei Wochen bei der 55+-LM geschehen, als sich das auf dem Papier stärkste Team (Jens Riedel, Knut Fischer, Dieter Büttner) souverän durchsetzte.

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LM Tireure in Leipzig: Ella elle l’a… oder vielleicht doch Hamza?

Landesmeister der Tireure: Hamza Tebal

In der grauen Vorzeit des PV Ost fanden Tête und Tireur-LM noch am gleichen Tag statt, so etwa 2010 in Jena, als drei Viertel der anwesenden Tête-Spieler und Spielerinnen auch gleichzeitig am Schießwettbewerb teilnahmen. Dies führte zu einem heillosen Organisationsnotstand – es war schlichtweg nicht genügend Tageszeit vorhanden, um alle Wettkämpfe korrekt durchzuführen.

Somit war es logisch, dass die LM auf zwei Tage aufgesplittet wurde – zwar weiterhin am gleichen Ort, aber halt mit der Notwendigkeit für die von weiter Angereisten, sich um eine Übernachtung kümmern zu müssen. Die Folge war nun aber leider, dass das Teilnehmerfeld immer geringfügiger bestückt wurde – 2024 fanden sich gar nur sieben Tireure an der Wettkampfstätte in Leipzig ein, in diesem Jahr dann immerhin neun – darunter mit Ella Burkhard (Stahlball) diesmal auch eine Tireuse.

Aus der absoluten Spitzenklasse unserer Schießkünstler waren aber eigentlich nur zwei Akteure am Start: die beiden Chemnitzer Gastspieler Dieter Büttner und Hamza Tebal. Sie verbuchten ganz erwartungsgemäß nach der Vorrunde auch die besten Resultate: Hamza 30 Punkte und Dieter 28. Ihr Abstand zu den weiter unten Platzierten war schon beträchtlich:

3.Khelil Boukert (Chemnitz) 14 Punkte

4.Detlef Schwede (Chemnitz) 13 Punkte

5.Stephan Laudien (Weimar) 11 Punkte

6.Ella Burkhard und Karl Blütchen (beide Stahlball)  je 8 Punkte

8.Jens Farag (Leipzig) 4 Punkte

9.Douran Ahmad (Horken-Kittlitz) 0 Punkte

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LM Tête-à-tête in Leipzig: Erst 5 Runden souverän – dann wird aus Ngo No-Go!

Aus 1 wird 2: Ngo Tran

42 Spieler und Spielerinnen waren angemeldet, tatsächlich erschienen auf dem Pétanque-Terrain des LPC „Pastis“ an der Max-Liebermann-Straße immerhin 37, sodass 6 Spielrunden im Schweizer System erforderlich wurden.

Dumm nur, dass nach fünf Spielen der Sieger eigentlich schon feststand, denn Ngo Tran aus Halle hatte seine Spiele bis dahin allesamt gewonnen: In Runde 1 schlug er Sévérine Sardain aus Schönebeck mit 13:1, weniger glatt war es dann in Runde 2 gegen den Chemnitzer Gastspieler Aïssa Meghnine (13:12), bevor in Runde 3 PV Ost-Legende Gundolf Henschel (ebenfalls Halle) wieder klarer mit 13:7 in die Schranken verwiesen werden konnte.

Auch Jens Farag (LPC, immerhin DM-Teilnehmer 2024) war anschließend kein ernsthaftes Hindernis, und in Runde kam es dann zum Showdown gegen den bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Dieter Büttner (CPC). Dieses Duell fand auf einem Terrain statt, auf dem Dieter, der zuvor immerhin den Top-Favoriten Stefan Lauche (LaBR) knapp im Endspurt besiegt hatte, legtechnisch gar nicht zurechtkam, während Ngo hier die passenden Antworten parat hatte und Dieter nicht zur Entfaltung kommen ließ: 13:3.

Also sollte Ngo hier schon als der verdiente Sieger gekrönt werden, aber dann kam es in Runde sechs dem Reglement entsprechend doch noch zu einem weiteren Duell: gegen den Outsider Tom John aus Weimar, in der Rangliste zwar lediglich auf Platz 52 verzeichnet, aber in letzter Zeit mit deutlichem Aufwind. Tom hatte zuvor nur in Runde 3 verloren (gegen den Stahlballer Thomas Fuchsberger) und sich dann in den folgenden Runden durch Siege gegen den jungen Chemnitzer Shootingstar Nick Zimmerle und die Stahlballerin Jule Fahrenkrog-Petersen für dieses Finale Duell qualifiziert.

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LM 55+ in Chemnitz: Das neue Zugpferd

Zugpferde des PV Ost: Dieter, Jens und Knut!

Die Veranstalter in Chemnitz hatten inständig auf Starkregen gehofft, denn noch einige Tage zuvor bot das Terrain auf dem Sportplatz des VfL, der dem 1.CPC zur Nutzung schon seit einiger Zeit zur Verfügung steht, ein für die Ausrichtung eines Pétanque-Contests jämmerliches Bild: Überall zeigten sich auf ihm die Stollenspuren der Fußballer, die auf ihm trainiert hatten, und die sich infolge der anhaltenden Trockenheit unerbittlich und dauerhaft in den Boden eingerammt hatten.

Da die Regenhoffnung sich selbst in dieser an sich niederschlagsträchtigen Region nicht erfüllte, mussten im letzten Vereinstraining vor der LM die Boulekugeln den Gartenharken weichen, und es war ein intensiver Arbeitseinsatz angesagt. Am Ende dieser Bemühung waren dann die Stollenspuren gottlob verschwunden, der Boden aber unverändert hart und auch uneben.

Wie dem auch sei, ein Klasse-Boulespieler (oder Boulespielerin) muss auch mit den abenteuerlichsten Bedingungen zurechtkommen, und so setzte sich auch an diesem Tag das nicht nur auf dem Papier spielstärkste Team durch.

Immerhin handelte es sich dabei aber um eine Formation, die in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hatte. Zu den 55+-erfahrenen Chemnitzer Gastspielern Knut Fischer und Dieter Büttner gesellte sich nämlich ein Neuankömmling in der Veteranenszene: PV Ost-Legende Jens Riedel (LaBR Dresden), der sich aufgrund beruflicher und anderer Verpflichtungen in letzter Zeit auf unseren Turnieren eher rar gemacht hatte und von der langjährig innegehabten Pole Position der Rangliste inzwischen bis auf Platz 19 abgerutscht ist.

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World Transplant Games Dresden: Auch Pétanque ist dabei!

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte finden die World Transplant Games in diesem Jahr in Deutschland statt. Vom 17. bis 24. August 2025 treffen sich ca. 2.000 Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern der ganzen Welt in Dresden zum sportlichen Wettkampf. Neben Sportlerinnen und Sportlern, die eine Herz-, Leber,- Nieren, Lungen- oder Knochenmarkstransplantation erhalten haben, nehmen auch Lebendspender und Spenderfamilien aktiv teil.

Es finden Wettkämpfe in 17 Sportarten statt, unter anderem Leichtathletik, Tennis, Tischtennis, Badminton, Schwimmen, Radfahren sowie Mannschaftssportarten wie Volleyball und Basketball. Alle Wettbewerbe sind publikumsoffen – Eintritt frei.

Dresden bietet für die World Transplant Games ideale Bedingungen. Die meisten Sportstätten liegen nah beieinander rund um den Sportpark Ostra, auch stehen in geringer Entfernung Unterkünfte für die rund 2.000 Teilnehmer zur Verfügung, so dass alle relevanten Orte gut zu erreichen sind.

Am Eröffnungstag findet um 13:00h eine interreligiöse Dankesfeier in der Frauenkirche statt, es schließen sich die Parade der Nationen im Rahmen des Dresdener Stadtfestes und die offizielle Eröffnungsfeier um 18:00h im Heinz-Steyer-Stadion an. Auch bei diesen Side-Events sind Gäste und Zuschauer herzlich willkommen

Die World Transplant Games 2025 werden gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Freistaat Sachen und der Landeshauptstadt Dresden. Daneben werden sie besonders von Sanofi, Chiesi, Astellas und der Ostsächsischen Sparkasse unterstützt.

Die Pétanque-Wettkämpfe finden am Montag und Dienstag an der Margon-Arena statt. Vormittags Vorrunde und Nachmittags die Finales. Montag ist der Einzelwettbewerb und am Dienstag sind die Doppel, jeweils Frauen und Männer und in Altersgruppen.