
Dem venezianischen Maler Bernardo Bellotto haben wir stimmungsvolle Stadtansichten zu verdanken, so auch den 1766 entstandenen Blick auf das barocke Dresden, mit der Elbe im Vordergrund und bedeutenden baulichen Wahrzeichen wie der Kuppel der Frauenkirche oder dem prominenten Turm der Hofkirche im Hintergrund.
Diese hervorstechende Silhouette konnte auch weitgehend von der ersten Spielstätte des Petanque-Vereins La Boule Rouge aus genossen werden: den Gärten des Japanischen Palais. Es lag daher nahe, die 2010 erstmals ausgetragene Veranstaltung „Coppa Bernardo Bellotto“ zu nennen.
Das Turnier erwies sich in den ersten Jahren als überaus attraktiv auch für ein erlesenes Feld aus dem auswärtigen Bereich. So etwa konnten illustre Gäste aus Berlin in Dresden begrüßt werden, unter ihnen der seinerzeitige Deutsche Meister der Tireure, Zeki Engin. Im Folgejahr erwiesen dann nicht weniger als 42 Doublette-Teams diesem Terrain ihre Ehre.
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Das vor beinahe 20 Jahren zum ersten Mal ausgetragene Weimarer Traditionsturnier „Salve Cup“ findet auch in diesem Jahr wieder statt, und zwar am 2. Juni, also direkt im Anschluss an die Doublette LM in Halle. Vielleicht ist diese unglückliche Terminballung mit verantwortlich für eine bisher eher unbefriedigende Anzahl von Anmeldungen, ansonsten sollten sowohl die zentrale Lage der thüringischen Universitätsstadt als auch die zu touristischen Zusatzaktivitäten einladende Austragungsstätte auf dem mitten in der Stadt gelegenen Beethovenplatz ausreichend Anreize bieten, um die Veranstaltung zu besuchen. Das Mitte April erfolgreich ausgetragene und mit 29 Teams quantitativ und qualitativ gut besetzte Frühlingsturnier zum Gedenken an den verstorbenen Boulekameraden Theo Frerker hat gezeigt, dass ambitionierter Pétanque-Sport in Weimar angesagt ist.