Chemnitz bei der Bundesliga-Qualifikation in Düsseldorf: Mehr als nur ein Farbtupfer!

Die Chemnitzer in ihren neuen Trikots (Bildquelle: DPV)
Die Chemnitzer in ihren neuen Trikots (Bildquelle: DPV)

Bereits zum Training am Freitagabend präsentierten die Chemnitzer stolz ihre neuen farbenfrohen Trikots, während alle ihre Gegner in blasser Alltagskluft antraten und dabei gelegentlich einen verwunderten Seitenblick auf die bunten Paradiesvögel warfen, die für sie bis dato in der Pétanqueszene nichts weiter als unbeschriebene Blätter darstellten. Sollte man die Exoten aus der östlichen Peripherie etwa besonders beachten, nur weil sie außergewöhnlich angezogen waren?

Die erste Probe aufs Exempel machte bei der Wettkampfsrunde am Samstag der Teilnehmer aus Hessen, La Boule Joyeuse Wiesbaden, in der Liste der in der Düsseldorfer Boulehalle vertretenen Vereine mit 642 Punkten der Primus und daher an Nummer eins gesetzt. Chemnitz hingegen belegte in dieser Rangfolge mit kümmerlichen 51 Punkten abgeschlagen den letzten Platz und musste demzufolge als größtmöglicher Außenseiter angesehen werden.

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18. Stadtmeisterschaft Chemnitz: Überlegene Klasse auch bei widrigsten Bedingungen

Unangefochtene Sieger: Mahmut und Laura
Unangefochtene Sieger: Mahmut und Laura

Die 18. Chemnitzer Stadtmeisterschaft wird als die erste komplett verregnete in die Vereins- und Verbandsannalen eingehen. Nichtsdestotrotz hatten sich 35 unentwegte Doublettespieler und -spielerinnen auf dem völlig aufgeweichten Gelände am Schloßberg eingefunden, also sogar noch eine Kombination mehr als im Vorjahr bei akzeptablem Wetter. Nicht auszudenken, welche Rekordzahlen erreicht worden wären, hätte man Petrus an diesem Tag in gnädigerer Stimmung angetroffen!

Anwesend waren aber immerhin zwei deutsche Meister, davon einer amtierend (Jens Riedel/Tireur) und einer aus dem Vorjahr (Mahmut Tufan/Doublette). Hinzu gesellte sich eine stattliche Auswahl von PV-Ost-Spitzenspielern vorwiegend aus den Hochburgen Dresden, Leipzig, Halle, Jena und Chemnitz. Bei den Teamzusammenstellungen fiel wiederum eine in letzter Zeit häufiger zu beobachtende Tendenz auf: Das Bäumchen-Wechsel-dich-Prinzip gelangte wiederholt zur Anwendung, d.h. es wurde vom überschaubaren Weg der eingespielten Klub-Partnerschaften abgewichen, und etwas Neues mit Spielern oder Spielerinnen anderer Vereine ausprobiert. So spielte etwa Jens erstmalig mit der frisch qualifizierten Chemnitzer Damen-DM-Teilnehmerin Antje Müller zusammen oder Sabine Friedel (Dresden) mit Veikko Dähne (Halle). Selbst ein so eingespieltes Erfolgsduo wie Peter Adrian/Andrey Kriwoscheew (Jena) wurde gesprengt, um Raum für neue Verbindungen zu schaffen: Peter mit Leopold Schwarze (Leipzig) und Andrej mit Tom Tschintscharadse (Dresden). Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen – sicher ein Beweis sowohl für die gewachsene Kommunikationsbereitschaft in unserem Verband als auch für das Bestreben, die eigene Spielstärke durch die Orientierung an anderen Einflüssen neu auszurichten und zu erweitern. 18. Stadtmeisterschaft Chemnitz: Überlegene Klasse auch bei widrigsten Bedingungen weiterlesen

Ligafinale in Borna: Chemnitz zum Ersten!

Spielführer Hartmut Lohß mit dem Champions-Pokal
Spielführer Hartmut Lohß mit dem Champions-Pokal

Seit dem 21. April 1996 ist der 1. Chemnitzer PC offiziell im Vereinsregister verzeichnet und damit der Methusalem unseres Verbandes. Herausragende sportliche Meriten hat es in den zurückliegenden 18 Jahren aber – abgesehen von einigen Achtungserfolgen verschiedener Einzelspieler bei Deutschen Meisterschaften – nie gegeben, jedenfalls nicht im Liga-Betrieb Thüringens bzw. des PV Ost, denn hier deambulierte der Verein zumeist in den Graubereichen der Tabelle oder stieg gar in die Zweite Liga (als es diese noch gab!) ab und musste den Spielern anderer Vereine neidvoll hinterherblicken, wenn es darum ging, sich für höhere Weihen zu empfehlen, sprich an der Bundesliga-Aufstiegsrunde teilzunehmen.

Diese finsteren Zeiten gehören nun erst einmal der Vergangenheit an. Angetrieben durch einen fulminanten Erneuerungsprozess, der im Jahre 2010 einsetzte und im Zuge dessen nicht nur zahlreiche neue, vorwiegend junge Spieler und Spielerinnen für den Verein rekrutiert, sondern diese auch auf ein hohes technisches Niveau geführt werden konnten, sodass sie dem oberen sportlichen Leistungspegel unseres Verbands Schritt für Schritt näher kamen und diesen letztendlich auch erreichten. Ligafinale in Borna: Chemnitz zum Ersten! weiterlesen

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LM 55+ in Chemnitz: Knappe Entscheidung zwischen vier Teams

Am Ende doch die Sieger: Günter Berg, Ruth Skala, Frank Haase
Am Ende doch die Sieger: Günter Berg, Ruth Skala, Frank Haase

Zum ersten Mal in unserer Verbandsgeschichte wurde eine 55+-LM tatsächlich ausgetragen und nicht einfach nur ein Team aufgrund der erzielten Ranglistenpunkte für die DM gesetzt. Die für eine LM-Austragung laut Satzung benötigte Mindestanzahl von vier Triplettes wurde nicht nur erreicht, sondern sogar überboten, sodass die sechs in Chemnitz anwesenden Oldie-Kombinationen nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ jeweils fünf Begegnungen zu absolvieren und somit eine turniergemäße Spielbelastung hatten.

Die veranstaltenden Chemnitzer hatten eine stattliche Anzahl ihrer Vereinsspieler aufgeboten, die für die Seniorenkonkurrenz gar nicht spielberechtigt waren, aber für Organisation, Verpflegung und Schiedsrichterbetreuung zuständig waren und außerdem durch Beiwohnen der Spiele und Anfeuerungen der Spieler für eine meisterschaftsgerechte Atmosphäre sorgten. Besonders im Blickfeld standen dabei naturgemäß die einheimischen Kräfte, die genau ein Drittel des Teilnehmerfeldes stellten.

Favorit war laut Setzliste das Dresdner Trio, das aus Jennifer und Oliver Baer sowie Albert Wendt bestand. Insbesondere Albert, der mit 114 PV Ost-Ranglistenpunkten allen anderen Teilnehmern in dieser Hinsicht turmhoch überlegen war, sollte als Trumpfkarte stechen. Hinzu kam Jennifer, die zwar nicht zu „Jenni au fer“ mutieren, dafür aber als starke Pointeuse die Grundkugeln für den Erfolg legen sollte. Die darüber hinaus benötigten Eisenschüsse sollte dann Oliver bewerkstelligen. LM 55+ in Chemnitz: Knappe Entscheidung zwischen vier Teams weiterlesen

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Jugendboulecup Leipzig: Boule ist eben doch cool!

Die Siegerinnen aus Gersdorf: Luisa Hertel und Chiara Thalacker (Bildquelle: Frank Hellriegel)
Die Siegerinnen aus Gersdorf: Luisa Hertel und Chiara Thalacker (Bildquelle: Frank Hellriegel)

Anders als im Mutterland des Pétanque oder in den direkt daran angrenzenden Bereichen der deutschen Hemisphäre generieren sich in unserer PV Ost-Heimat neue Bouletalente nicht auf   natürliche Weise, sondern müssen in mühevoller Kleinarbeit an unseren Sport herangeführt werden, teilweise auch durch das Bereitstellen attraktiver Anreize. Eines dieser ausgelegten  Köder ist seit Jahren der von der Hotelkette NOVOTEL gesponsorte Jugendboulecup für Schulen, deren Gewinner nicht nur einen voluminösen Pokal in den Leipziger Himmel recken kann, sondern auch einen Gutschein im Wert von 300 Euro für die Ausrichtung einer Klassenfete erhält.

Dass es eines solchen Ansporns unbedingt bedarf, erklärt sich nach wie vor durch die mangelnde Strahlkraft dieser trendigen Präzisions-Sportart unter Jugendlichen unserer Breiten. Wenn mit dem Begriff „Boule“ überhaupt etwas assoziert wird, so sind es vielleicht am ehesten sich langsam über sonnenüberflutete Sandplätze im Süden Frankreichs dahinbewegende Pensionäre und deren ebenso gemächlich dahinrollende Kugeln oder ein als unbequem und unnötig empfundener Unterricht in der zweiten Fremdsprache. Die Wunschvorstellung von Rasanz, Tempo oder Dynamik könnte diesen evozierten Bildern nicht ferner sein. Jugendboulecup Leipzig: Boule ist eben doch cool! weiterlesen