Ligafinale in Borna: Chemnitz zum Ersten!

Spielführer Hartmut Lohß mit dem Champions-Pokal
Spielführer Hartmut Lohß mit dem Champions-Pokal

Seit dem 21. April 1996 ist der 1. Chemnitzer PC offiziell im Vereinsregister verzeichnet und damit der Methusalem unseres Verbandes. Herausragende sportliche Meriten hat es in den zurückliegenden 18 Jahren aber – abgesehen von einigen Achtungserfolgen verschiedener Einzelspieler bei Deutschen Meisterschaften – nie gegeben, jedenfalls nicht im Liga-Betrieb Thüringens bzw. des PV Ost, denn hier deambulierte der Verein zumeist in den Graubereichen der Tabelle oder stieg gar in die Zweite Liga (als es diese noch gab!) ab und musste den Spielern anderer Vereine neidvoll hinterherblicken, wenn es darum ging, sich für höhere Weihen zu empfehlen, sprich an der Bundesliga-Aufstiegsrunde teilzunehmen.

Diese finsteren Zeiten gehören nun erst einmal der Vergangenheit an. Angetrieben durch einen fulminanten Erneuerungsprozess, der im Jahre 2010 einsetzte und im Zuge dessen nicht nur zahlreiche neue, vorwiegend junge Spieler und Spielerinnen für den Verein rekrutiert, sondern diese auch auf ein hohes technisches Niveau geführt werden konnten, sodass sie dem oberen sportlichen Leistungspegel unseres Verbands Schritt für Schritt näher kamen und diesen letztendlich auch erreichten. Ligafinale in Borna: Chemnitz zum Ersten! weiterlesen→

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LM 55+ in Chemnitz: Knappe Entscheidung zwischen vier Teams

Am Ende doch die Sieger: Günter Berg, Ruth Skala, Frank Haase
Am Ende doch die Sieger: Günter Berg, Ruth Skala, Frank Haase

Zum ersten Mal in unserer Verbandsgeschichte wurde eine 55+-LM tatsächlich ausgetragen und nicht einfach nur ein Team aufgrund der erzielten Ranglistenpunkte für die DM gesetzt. Die für eine LM-Austragung laut Satzung benötigte Mindestanzahl von vier Triplettes wurde nicht nur erreicht, sondern sogar überboten, sodass die sechs in Chemnitz anwesenden Oldie-Kombinationen nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ jeweils fünf Begegnungen zu absolvieren und somit eine turniergemäße Spielbelastung hatten.

Die veranstaltenden Chemnitzer hatten eine stattliche Anzahl ihrer Vereinsspieler aufgeboten, die für die Seniorenkonkurrenz gar nicht spielberechtigt waren, aber für Organisation, Verpflegung und Schiedsrichterbetreuung zuständig waren und außerdem durch Beiwohnen der Spiele und Anfeuerungen der Spieler für eine meisterschaftsgerechte Atmosphäre sorgten. Besonders im Blickfeld standen dabei naturgemäß die einheimischen Kräfte, die genau ein Drittel des Teilnehmerfeldes stellten.

Favorit war laut Setzliste das Dresdner Trio, das aus Jennifer und Oliver Baer sowie Albert Wendt bestand. Insbesondere Albert, der mit 114 PV Ost-Ranglistenpunkten allen anderen Teilnehmern in dieser Hinsicht turmhoch überlegen war, sollte als Trumpfkarte stechen. Hinzu kam Jennifer, die zwar nicht zu „Jenni au fer“ mutieren, dafür aber als starke Pointeuse die Grundkugeln für den Erfolg legen sollte. Die darüber hinaus benötigten Eisenschüsse sollte dann Oliver bewerkstelligen. LM 55+ in Chemnitz: Knappe Entscheidung zwischen vier Teams weiterlesen→

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Jugendboulecup Leipzig: Boule ist eben doch cool!

Die Siegerinnen aus Gersdorf: Luisa Hertel und Chiara Thalacker (Bildquelle: Frank Hellriegel)
Die Siegerinnen aus Gersdorf: Luisa Hertel und Chiara Thalacker (Bildquelle: Frank Hellriegel)

Anders als im Mutterland des Pétanque oder in den direkt daran angrenzenden Bereichen der deutschen Hemisphäre generieren sich in unserer PV Ost-Heimat neue Bouletalente nicht auf   natürliche Weise, sondern müssen in mühevoller Kleinarbeit an unseren Sport herangeführt werden, teilweise auch durch das Bereitstellen attraktiver Anreize. Eines dieser ausgelegten  Köder ist seit Jahren der von der Hotelkette NOVOTEL gesponsorte Jugendboulecup für Schulen, deren Gewinner nicht nur einen voluminösen Pokal in den Leipziger Himmel recken kann, sondern auch einen Gutschein im Wert von 300 Euro für die Ausrichtung einer Klassenfete erhält.

Dass es eines solchen Ansporns unbedingt bedarf, erklärt sich nach wie vor durch die mangelnde Strahlkraft dieser trendigen Präzisions-Sportart unter Jugendlichen unserer Breiten. Wenn mit dem Begriff „Boule“ überhaupt etwas assoziert wird, so sind es vielleicht am ehesten sich langsam über sonnenüberflutete Sandplätze im Süden Frankreichs dahinbewegende Pensionäre und deren ebenso gemächlich dahinrollende Kugeln oder ein als unbequem und unnötig empfundener Unterricht in der zweiten Fremdsprache. Die Wunschvorstellung von Rasanz, Tempo oder Dynamik könnte diesen evozierten Bildern nicht ferner sein. Jugendboulecup Leipzig: Boule ist eben doch cool! weiterlesen→

18. Pastisturnier Leipzig: Aus zwei mach drei…

Das Siegerteam: Albert Wendt, Jens Riedel, Patrick Lehmann
Das Siegerteam: Albert Wendt, Jens Riedel, Patrick Lehmann

Aus zwei mach drei, 1. Teil: Seit 1997 wird das Leipziger Pastisturnier ausgetragen, immer in der Boule-Anlage an der Max-Liebermann-Straße und bisher immer als Doublette-Konkurrenz. Nun also endlich eine Neuerung, und diese scheint vom regionalen Boulevolk durchaus angenommen zu werden, denn aus den 29 Doublettes des Vorjahres wurden nun 26 Triplettes, das ergibt nach Adam Riese also eine erkleckliche Erweiterung des boulespielenden Personals um 20 Spieler bzw. Spielerinnen.

Aus eins mach zwei, hoffentlich letzter Teil: Die bereits im letzten Jahr an dieser Stelle kritisch angemahnte Entscheidung der Organisatoren, bei der Auswahl des Spielsystems auf Retro zu schalten, und die Formel “Gruppe und Poule“ aus der Mottenkiste zu holen, hat weiterhin Bestand! Ein solcher Modus hat zwangsläufig zur Auswirkung, dass es immer das eine oder andere Teams gibt, das zum Auftakt des Programms zwei Spiele in Folge gewinnt oder verliert, dann eine lange Spielpause in Kauf nimmt, da es die Austragung von Barrage- und ggf. Cadrage-Kämpfen abwarten muss, um anschließend womöglich in der ersten K.O.-Runde aus dem Turnier zu fliegen. Es ist dann für ganze drei Wettkämpfe extra angereist, kann sich aber natürlich die Zeit durch entspannte Fun-Spiele oder zusätzliche Auftritte im Bierzelt auf effektive Weise vertreiben… Traurig nur, dass sich auf unseren Bouleplätzen durchaus schon ein attraktiverer Modus durchgesetzt hat: das Maastrichter System, wie unlängst beim Dresdner Bellotto-Cup praktiziert, das jedem Teilnehmer ein Mindestmaß von fünf in die Wertung fallenden Spielrunden garantiert. 18. Pastisturnier Leipzig: Aus zwei mach drei… weiterlesen→

12. Via Regia Cup, Reichenbach: Leipziger Jens Riedel und Leo Schwarze nutzen fünften Matchball in hochklassigem Finale!

Der älteste Bouleverein Deutschlands?  Nein, die Jahreszahl verweist auf eine Schlacht Napoleons genau an diesem Ort...
Der älteste Bouleverein Deutschlands? Nein, die Jahreszahl verweist auf eine Schlacht Napoleons genau an diesem Ort…

Bereits zum 12. Mal wurde der Via Regia Cup ausgetragen und gehört damit zu den traditionsreichsten Veranstaltungen im PV Ost-Land. Auf der Siegerliste befinden sich illustre Namen, die unsere Verbandsgeschichte prägten, von denen sich aber einige offenbar schon von der großen Bühne verabschiedet haben. Was ist zum Beispiel aus den Nordhäusern Peter Mehne und Sebastian Eberhardt geworden, die hier 2007 siegten? (Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=R-xjZl7W1Gg) Oder aus Ex-DM Teilnehmer Konrad Loetzsch (Dresden), der hier 2008 zusammen mit seinem damaligen Vereinskameraden Bastian Wienrich erfolgreich war? 12. Via Regia Cup, Reichenbach: Leipziger Jens Riedel und Leo Schwarze nutzen fünften Matchball in hochklassigem Finale! weiterlesen→